Das Räucher-Ritual ist auch heute noch, wie seit uralten
Zeiten,
ein faszinierendes Erlebnis. Über die sich sanft kräuselnde Rauchsäule
kommen wir zur Ruhe und schöpfen neue Kräfte für die Seele.
Wie wird geräuchert?
In alten
Zeiten wurde in jedem Haus ein Feuer unterhalten. So hatte man immer
glühende Kohlen oder Holzglut, worauf man Harze und Kräuter verräuchern
konnte. Natürlich ist es auch heute noch eine schöne Möglichkeit,
Holzglut aus dem Kaminfeuer in Räuchergefässen zu verwenden.
Für den einfachen
täglichen Gebrauch gibt es drei Möglichkeiten :
Weit verbreitet ist die Verwendung von
Selbstzünderräucherkohle. Hierfür geben Sie etwas Sand auf den
Boden eines Räuchergefässes (ohne Sand könnte das Gefäss sehr heiss
werden!). Dann stellen Sie eine Holzkohletablette aufrecht in den Sand
und zünden sie an einer Seite an. Durch den Selbstzündemechanismus fängt
bald die ganze Tablette zu glühen an. Sobald sich an der Oberfläche
eine grauweisse Schicht bildet, können Sie die Tablette umlegen, mit der
Mulde nach oben.
In diese Mulde geben Sie mit einem geeigneten
Löffelchen oder mit den Fingerspitzen vorsichtig Harze, Hölzer, Kräuter
oder vorbereitete Mischungen. Die Stoffe verglimmen, und es bildet sich
Rauch, der formenreich nach oben steigt. Dosieren Sie vorsichtig und
legen Sie lieber später wieder nach. Die Brenndauer der Kohle beträgt
mehr als eine Stunde. Bitte bewahren Sie die Kohlen trocken auf.
Recht neu ist das Verräuchern über einer Teelichtkerze.
Diese Möglichkeit ist an die Aromatherapie angelehnt. Ein sehr feines
Sieb wird in einem Abstand von etwa fünf bis zehn Zentimetern über einem
Teelicht angebracht. Hierfür eignen sich Aroma-Lampen, von denen man
die Glasschale abnimmt und durch dieses Sieb ersetzt. Die Kräuter oder
Harze werden direkt auf das Sieb gegeben und verglimmen langsam durch
die aufsteigende Hitze der Kerzenflamme.
Achtung:
Wenn das Netz sich zu nahe an die Kerze befindet, könnten sich Kräuter
und Harze entzünden. Bitte nicht unbeaufsichtigt lassen.